Unser Bild vom Kind

Jedes Kind ist wertvoll und einzigartig. Im unseren Einrichtungen steht die Einmaligkeit jedes Kindes mit seinen Eigenheiten und Fähigkeiten im Vordergrund.
Für Montessori besteht das erste Anliegen der Erziehung darin, das Streben des Kindes nach Unabhängigkeit vom Erwachsenen zu unterstützen. Dieses Anliegen verfolgen wir in unserer Einrichtung, indem wir den Alltag und die Umgebung so gestalten, dass die Kinder möglichst selbständig werden.

Jedes Kind hat Anerkennung und Respekt verdient. Es hat das Recht, seinen Bildungsweg im eigenen Lerntempo zu gehen.
Körperliches und seelisches Wohlbefinden sind grundlegende Bedingungen für die gelingende Entwicklung des Kindes.

Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, wagt sich das Kind auch in die Welt, experimentiert und probiert sich aus, kann dadurch weiter sein Selbstvertrauen stärken.
„Achte mich in meiner Persönlichkeit. Ich bin anders als Du. Ich bin kein kleiner Erwachsener. Ich bin ein ganzer, vollwertiger Mensch.“

Unsere Leitsätze

Jedes Kind ist ein einmaliges und unverwechselbares Geschöpf mit unantastbarer Würde, dem wir mit Achtung und Respekt begegnen.
Durch unser Vertrauen in die freien und umfassenden Selbstentfaltungskräfte eines jeden Kindes, ist es unsere Aufgabe, eine Umwelt anzubieten, die diese Selbstentfaltung zulässt und unterstützt.
In unserer Bildungseinrichtung bieten wir dem Kind Begegnungen mit Natur und Kultur, so dass es sich Bilder von der Welt macht, sich die Welt sinnhaft und forschend erschließt und Fertigkeiten und Fähigkeiten entwickelt.
Da wir um die Wichtigkeit der persönlichen Entfaltung des einzelnen Kindes wissen, legen wir großen Wert darauf, dass das Kind seine eigenen Bedürfnisse wahrnimmt und diese im Einklang mit dem Sozialgefüge der Gruppe und den inneren Strukturen des Kinderhauses verwirklicht.

Jedes Kind entwickelt im Kindernest und Kinderhaus sein Sozialverhalten in einer heterogenen Gruppe weiter, im Kinderhausalltag erlebt sich das Kind als Teil der Gruppe und lernt im Umgang mit anderen Kindern, eigene und fremde Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen, einzuschätzen und der Situation entsprechend angemessen zu reagieren.
Unsere pädagogische Arbeit baut auf die in der Familie geleistete Erziehungsarbeit auf; wir wertschätzen und respektieren dieses Fundament und bauen darauf auf, um eine sich gegenseitig unterstützende Erziehung des Kindes zu realisieren.
Lernen und Entwicklung des Kindes korrespondiert nach Maria Montessori mit verschiedenen sensiblen Phasen, in denen das Kind empfänglich ist für neues Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten und sich diese im eigenen Tempo in einer vorbereiteten Umgebung selbst aneignet.

Die sensible Beobachtung des Kindes durch die Pädagoginnen und die daraus folgende Vorbereitung der Umgebung, eröffnen dem Kind Wege, wie es selbständig und sinnvoll tätig wird.
Die Montessori Pädagogik bleibt der Reformpädagogik verpflichtet; aktuelles Wissen aus Medizin, Pädagogik und Psychologie werden in unserem Konzept reflektierend berücksichtigt.
Durch die freie Wahl der Person, der Tätigkeit, des Raumes und der Zeit geht das Kind seinen erspürten Interessen nach und übernimmt die Verantwortung für sein Handeln in der Gemeinschaft; Erfolg und Misserfolg werden zur Erfahrung.
Interkulturelle und religiöse Erziehung sind Bestandteil unserer Arbeit, das Christentum prägt unser Handeln; das Kind wird mit seinem kulturellen und religiösen Hintergrund angenommen und begleitet.

Inklusion

Inklusion bedeutet für uns, den Raum und die vorbereitete Umgebung dafür zu schaffen und zu gestalten, dass alle Kinder, unabhängig von Geschlecht, nationaler Herkunft, mit multikulturellem Hintergrund und Kinder mit gesundheitlichen, sozialen und mentalen Einschränkungen oder mit individuellen Wahrnehmungsmöglichkeiten, sich friedlich und in Freiheit begegnen können. Damit bieten sich Chancen für jeden am Erziehungsprozess beteiligten Menschen, miteinander und voneinander zu lernen. 

Alle Kinder bekommen durch die Inklusion von unterschiedlichen Kindern Einblicke in die Lebenswelten der anderen Kinder und können damit ihr Einfühlungsvermögen und ihre Hilfsbereitschaft steigern. Insbesondere sollen die Kinder alle Eigenarten und Besonderheiten von sich und den anderen erkennen und diese zu akzeptieren und zu tolerieren lernen.

Damit eine gelingende Inklusion stattfindet, ist es notwendig, dass sich die Kinder in der Gesamtheit der Gruppe erleben. Deshalb ermöglichen wir allen Kindern den Besuch des Kinderhauses zu den gesamten Öffnungszeiten und legen Wert auf die Vollständigkeit der Gruppe.